Tere Õhtust, ihr lieben Lesenden!
Gestern durften wir ein wenig ausschlafen, nach unserer langen Reise und so begaben wir uns erst gegen Mittag in die Hauptstadt Estlands. Wir begannen in unserer Lieblingsstraße, der Niine, denn sie bietet gratis schattige Parkplätze für unsere lieben Autos.
Von dort erkundeten wir die Altstadt Tallinns, um genauer zu sein, die Unterstadt. Die heißt nicht so, weil nur die niedrigen Untermenschen dort wohnen, sondern weil sie doch einen Höhenunterschied zum anderen Viertel der Altstadt aufweist. Dies ist zwar kaum zu glauben, bei diesem flachen Land, ist aber so.
Wir kamen bis zum Rathausplatz, wo neben einem Markt auch eine sehr merkwürdige Musikveranstaltung stattfand. Wenn man die Zuschauer genauer betrachtete, würde man auf ein estnisches Musikantenstadl tippen, nur mit besserer Musik (trotzdem ergriffen wir die Flucht).
Mittaggegessen haben wir dann im hübschen Stadtpark, wo wir so gleich auch Spielplatz und den "Outdoor-Fitness"-Bereich auf RaRo-Normen testeten. Jona musste natürlich beweisen, dass der Fitness Bereich nicht für jede Art von Blödsinn gerüstet ist. Aber er ist wohlauf (noch ;)) Lorenz, Max, Junia, Franzi und Leah absolvierten das Training aber mit Bravour und sind daher für den ersten Strandtag gerüstet. Vor allem die Bikini Figur der Burschen ist gerettet.
Danach gingen wir noch die Stadtmauer ab, warfen einen Blick auf das Pulverfass, wo wir feststellen durften, dass die fette Margarete mehr Masse aufweist, als die drei Schwestern. Was das nun heißt, müsst ihr herausfinden ;)
Am Ende verbrachten wir noch ein wenig Zeit am "Strand", zwischen Hubschraubern, verfallenen Konzertsälen und Schiffsschrottteilen. Aber es war nett und die Ostsee ist erstaunlich erfrischend.
Der Abend verlief dann ruhig, neben einem netten Feuer und einigen ersten Duschversuchen (Schon am zweiten Tag vom Lager, ja! ;)).
Die Nacht war auch sehr schön... Bis um drei Uhr in der Früh. Da beschloss der Feueralarm in Junias, Jonas und meinem Häuschen, dass wir trotz der Möglichkeit nichts angezündet haben und ging beleidigt los. Herzinfarkt Moment 1 in der Rotte. So stürmten wir völlig taub rüber zum anderen Haus, um Steffen zu bitten, das mit dem Vermieter zu regeln. Das Haus war nur leider zu, und ein recht wildes Gewitter tobte über uns, um uns Gesellschaft zu leisten. Wir versuchten, irgendwie die Aufmerksamkeit unserer liebevollen Leiter zu erreichen, mit allen Mitteln. Als wir es schafften, erlebte Verena den zweiten Herzinfarkt Moment.
Lange Geschichte kurz erzählt, nach 20 Minuten kam dankenswerter Weise ein Techniker, um uns von der Sirene zu erlösen. Nun kommen wir zu den Problemen: Problem 1: Er sprach nur Russisch, und mein Feueralarm/Technik-Vokabular sollte aufgebessert werden. Problem 2: Er hatte keine Ahnung, was er tun sollte, und telefonierte fast die ganze Zeit (nicht in der Nähe der Anlage, nur so. Aber er hatte es scheinbar doch lustig) Problem 3; Als er dann die Batterie brutal herausschnitt, gab die Anlage noch immer nicht auf.
Schließlich gab sich der Alarm doch geschlagen (wieviele Drähte durchgeschnitten wurden, wollen wir mal nicht wissen). Das Ganze dauerte eh nur eine Dreiviertelstunde, also konnten wir gemütlich gegen 4, als es hell wurde, wieder für 3 Stunden schlafen, Wie aufmerksam ;)
Trotz allem standen wir pünktlich auf und zogen unser Programm durch. Den Beginn machte das sehr idyllische Freilichtmuseum bei Tallinn, mit netten Häuschen aus verschiedenen Zeiten und Gebieten Estlands. Ich würde jedoch behaupten, wir waren mehr angetan von den genialen Schaukeln (wieder auf Widerstandsfähigkeit getestet) und Blaubeeren im Wald.
Danach besichtigten wir das Schifffahrtsmuseum, welches uns sehr faszinierte. In einem riesigen alten Hangar waren Boote, Geschütze und ein U-Boot ausgestellt, in einem recht guten Zustand. Und das beste, es war alles zum Anfassen und das U-Boot konnte man fast komplett begehen (wobei wir feststellten, dass wir uns in nächster Zeit doch keines anschaffen werden. Es ist irgendwie recht heiß und eng drinnen, und Lorenz wollte seine Schienbeine noch behalten und seinen Geisteszustand ebenfalls.) Außerdem testeten wir die Treffsicherheit unseres Kapitäns, indem er sich dem harten Torpedo-Test unterziehen musste, und wir kleideten ihn sowie den ersten Maat und den billigen Matrosen neu ein.
Draußen zweckentfremdeten wir abermals einen Kinderspielplatz und versuchten den Maschinenraum eines anderen Schiffes zu manipulieren. Leider ohne Erfolg ;)
Abschließend fuhren einige schon müde einkaufen und nach Hause, während Jona, Lorenz und Max noch die fette Margarete von innen sehen wollten und Verena und ich noch die Oberstadt und das Lateinerviertel Tallinns unter die Lupe nahmen.
Der restliche Abend wurde mit Essen und Planung verbracht, und auch wenn Schlaf sicher eine nette Option wäre, sollten jetzt noch Wizard-Turniere ausgetragen werden ;)
Gute Nacht (für euch halt ;)),
Jules
1) ich bitte um political correctness: es heißt "Dicke Margarethe" und ist ein unschuldiger Wachturm. Warum "der Turm" einen weiblichen Vornamen hat solltet ihr noch herausfinden.
AntwortenLöschen2) bitte ein Foto von Lorenz und Max im Bikini!
3) bitte buche einen Russisch-Kurs in Holland!
4) Wie gut, dass ihr ein paar Minderjährige als Alibi für eure Spielplatz-Besuche mithabt. Max, nütze den Tag! :-)
5) und überhaupt: wo bleiben die Fotos??????
Mahlzeit aus dem heissen Wien,
Barbara
Bruderherz (Steffen), auch ich plädiere für mehr Fotos! Schließlich sterbe ich schon vor Neugierde!
AntwortenLöschenSabine