So liebe Leser, wieder einmal ein Exklusiv-Bericht von eurem Navigator. Wir (Steffen und ich) müssen einmal erwähnen, wie großartig unsere RaRo sind - sie finden, dass wir noch nicht zu alt sind, um bei jedem Blödsinn mitzumachen. Das wirkt besser als jede Botox-Kur!
Heute haben wir den Laheema-Nationalpark erkundet, der etwas größer als erwartet war. Begonnen hat unsere Tour in Altja, einem malerischen Fischerdorf direkt am Ufer der Ostsee. Wieder einmal haben wir zielsicher zuerst den örtlichen Spielplatz gefunden, auch dort musste eine 6er-Schaukel ausgiebig getestet werden. Wir wählten dann den 3 km Rundwanderweg, der Jules gleich ermöglichte, die Wasserfestigkeit ihrer Schuhe zu testen - leider mit mäßigem Erfolg. Daraus lernen wir - Steine IN der Ostsee sind feucht und glitschig, und Beinlängen unterschätzt man leicht einmal, wie auch Klara schnell festgestellt hat (sie hat auch noch die Hose eingetaucht). Besonders faszinierend fanden wir, dass wir mitten im Nadelwald auf einmal am Strand gestanden sind und dort tatsächlich auch Heidelbeeren wachsen. Dieser heißen Spur sind wir sofort gefolgt und in einem kleinen Wald gelandet, wo uns die kleinen blauen Vitaminbomben beträchtlich am Fortkommen gehindert haben. Klara hat bei einer Brücke über einen kleinen Bach außerdem bewiesen, sie sehr sie sich um mich sorgt: "Ihr dürft Mama nicht ins Wasser schmeißen! Sie hat meinen Reisepass!" (Anmerkung: Übermütige RaRo, die für ein gutes Foto ungünstige Richtungsanweisungen geben, sind keine guten Reisegefährten!)
Nach unserem Mittags-Picknick ging es weiter zum Gutshof Sagadi und danach zum Herrenhaus Palmse - besonders dort waren alle vom Ribisel-Labyrinth begeistert. Egal ob man sich verirrt - Hauptsache, es gibt dort etwas zum Essen. Aber auch die schönen Parks rund um die Häuser mit ihren verwachsenen Bäumen und kleinen Teichen mit Pavillons luden zu dem einen oder anderen Spaziergang ein.
Den Abschluss machte das Dorf Käsmu - das "Dorf der Kapitäne". Ein Teil von uns wanderte auf der Suche nach dem Strand mitten durch die Postkartenidylle von blumengeschmückten Holzhäusern, und entdeckte schließlich alte Netzhäuser am Wasser mit Leuchtturm und Aussichtsturm, der etwas abenteuerlich zu besteigen war. Zum Glück hatten alle schon an den großen Findlingen im Wasser geübt, Franzi hat bewiesen, dass Schwerkraft nur eine unverbindliche Empfehlung ist und hüpfte von Stein und Stein, auch wenn wir alle schon wetteten, wann ihre Schuhe das Schicksal von Jules teilen würden (keine Sorge, dieses Mal war es nur grüner Meerespflanzen-Gatsch). Ich war heute besonders wagemutig und stieg nach meinem Spaziergang zur Dorfkapelle in ein weißes Auto voller finsterer Gestalten, die mir mit üblen Dingen drohten wie Liedern von Knorkator - spätestens bei "Wir werden alle sterben" hätte ich mir vielleicht Gedanken über meine Mitfahrgelegenheit machen sollen?
Nun haben wir alle echt estnisch gegessen, zumindest was die Zutaten anbelangt: kartul, kapukoor, sink und juust und angestoßen auf Jules und ihr druckfrisches Bachelor-Zeugnis!
Bis morgen, wo wir ein letztes Mal die Hauptstadt erobern werden - die meisten von uns wollen shoppen oder ins Museum gehen, nur Leah würde noch gerne das Krankenhaus von innen sehen. Mit Wehmut haben wir heute festgestellt, dass wir nur noch 2 Tage hier verweilen werden...
Eure Verena
P.S.: Und unter diesem Blogeintrag könnt ihr den von Sonntag und Montag bewundern und bestauen, wie es sich gehört ;)
Euch am Kinderspielplatz und in diversen Museums-Kinderbereichen, das kann ich mir wirklich gut vorstellen! Bin schon gespannt auf die Fotos! Habt noch einen schönen Tag in Tallinn und kommt gut nach Hause!
AntwortenLöschenDanke auf den Shopping Hinweis, ich geh dann mal die Bankomat- und Kreditkarten von Max und Jules sperren! Und Leah, Krankenhäuser schauen doch eh alle gleich aus - haben vor allem alle den gleichen Geruch! Such dir ein anderes Ziel aus, bitte! Verena, Steffen, ihr dürftet bei Klara´s Erziehung alles richtig gemacht haben, wenn sie sich noch so um euch sorgt! In 3 Jahren könnte das schon ganz anders ausschauen - so gesehen verstehe ich Eure Flucht…
AntwortenLöschenGenießt die restliche Zeit, wir freuen uns, heuer frisch geduschte RaRo mit nur sauberer Wäsche in den Rucksäcken zu empfangen. Ihr werdet doch hoffentlich eure Badezimmer und Waschmaschine nicht zu unseren Ungunsten geschont haben?